Studie zum Anzeigeverhalten nach Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung

dasss-studie.de

Die Frage, welche Faktoren das Anzeigeverhalten beeinflussen, war die zentrale
Fragestellung der Studie. Zusammenfassende Ergebnisse:
Die Anzeigewahrscheinlichkeit steigt,
… wenn Täter und Opfer sich nicht kennen,
… wenn die Beweislage gut ist,
… mit der Schwere der Tat (im Sinne körperlicher Verletzung).
… wenn die Betroffenen Vertrauen in den Verlauf des Verfahren hat, d.h. im Einzelnen:
wenn das Opfer Vertrauen in den Verlauf der ersten Vernehmung hat,
wenn das Opfer eine Verurteilung erwartet,
wenn das Opfer erwartet, Einfluss auf das Verfahren zu haben,
wenn das Opfer einen fairen Verfahrensverlauf erwartet,
wenn das Opfer eine gründliche Aufklärung des Sachverhalts erwartet,
wenn das Opfer einen rücksichtsvollen Umgang seitens des Gerichts erwartet.
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Ein Gedanke zu “Studie zum Anzeigeverhalten nach Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung

  1. Ich habe angezeigt ohne den Täter zu kennen, obwohl die Beweislage bescheiden war (gleich null), weil es eben nicht nur eine (versuchte) Nötigung war (wie bei seinen anderen Opfern), obwohl ich kaum Vertrauen in den Verlauf des Verfahrens hatte.
    Ich habe Recht behalten, weil nach der Vernehmung keine Ermittlungen geführt wurden, sondern gleich eingestellt wurde.
    Erst als ich selbst recherchiert hatte und mir klar wurde, dass mein OEG-Antrag so niemals Erfolg haben würde, beantragte ich die Wiederaufnahme des Verfahrens. Dieses Mal wurde ermittelt – fast ein halbes Jahr lang – allerdings wieder ohne Erfolg.
    Obwohl der Täter damals geständig war (mehrere sexuelle Nötigungen), ist heute, 20 Jahre danach, nichts mehr zu diesem Fall auffindbar – weder bei Polizei noch bei der Staatsanwaltschaft.
    Wir sind keine Großstadt und solche Fälle kamen sehr selten vor. Dass sich keiner mehr daran erinnert, kann ich mir kaum vorstellen, aber nach Aktenlage ist es wohl so.
    Ein letzter Versuch bleibt mir noch über ein damaliges Phantombild.
    Mit einem positiven Ausgang des Ermittlungsverfahrens rechne ich schon lange nicht mehr.
    Aber es soll sich endlich nicht mehr so anfühlen, als ob man mir nicht glauben würde.

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